Um die Genauigkeit der Blickschätzung in einem tragbaren Augenverfolgungssystem zu verbessern und die Robustheit gegenüber dem Verrutschen des Geräts zu erhöhen, wurde ein Blickschätzalgorithmus vorgeschlagen, der Hornhautbrechung und Ausgleich des Verrutschens des unteren Augenlids kombiniert. Zunächst wird basierend auf der Pupillenrückprojektionsmethode ein initiales Augmodell erstellt, um die virtuelle Pupillenposition zu erhalten. Der durch die Hornhautbrechung verursachte Pupillenpositionsfehler wird unter Verwendung des Snell'schen Brechungsgesetzes korrigiert, um die tatsächliche Pupillenposition zu ermitteln, und es wird iterativ ein optimiertes Augmodell erstellt. Anschließend wird durch Eckpunkterkennung und Dichteanalyse im Bereich des unteren Augenlids das vertikale Verrutschen des Geräts in Echtzeit überwacht, um die Ergebnisse der Blickschätzung zu kompensieren. Die experimentellen Ergebnisse zeigen, dass bei Verrutschen die vorgeschlagene Methode den Einfluss des Verrutschens kompensieren kann, wobei der durchschnittliche Blickschätzfehler des Systems 2,882° beträgt, was besser ist als bei zwei- und dreidimensionalen Methoden. Der vorgeschlagene Blickschätzalgorithmus, der Hornhautbrechung und Ausgleich des Verrutschens des unteren Augenlids kombiniert, kann die Genauigkeit der Blickschätzung in realen Trageszenarien effektiv verbessern und die Robustheit des Systems gegenüber dem Verrutschen des Geräts deutlich erhöhen, was die Zuverlässigkeit und Praktikabilität der Methode bestätigt.