Die nächste Generation von Leuchtgeräten erfordert Leuchtmaterialien mit hoher photolumineszenter Quantenausbeute, einem breit einstellbaren Spektrum, guter Lösungsverarbeitbarkeit, hoher Verfügbarkeit der Rohstoffe und Umweltfreundlichkeit. Hochleistungsfähige Bleihalogenid-Perowskite und Cadmium-basierte Quantenpunkte stellen jedoch eine Bedrohung für die menschliche Gesundheit dar, weshalb es notwendig ist, leistungsfähige und gleichzeitig wenig toxische Leuchtmaterialien zu entwickeln. Koordinative Kupfer(I)-Halogenide sind eine Klasse von Leuchtmaterialien für neuartige Anzeige- und Beleuchtungsgeräte und zeigen unter bleifreien und cadmiumfreien Metallhalogenid-Leuchtmaterialien führende Leuchteigenschaften. Sie sind starke Konkurrenten der bleihaltigen Perowskite und cadmiumbasierten Quantenpunkte im Bereich der Leuchtgeräte. In den letzten Jahren wurden bei der Forschung zu koordinativen Kupfer(I)-Halogenid-Leuchtmaterialien deutliche Fortschritte erzielt: Forscher entwickelten und synthetisierten eine Reihe von koordinativen Kupfer(I)-Halogeniden mit verschiedenen Liganden und anorganischen Einheiten, die eine einstellbare Photolumineszenz im sichtbaren Spektrum mit einer Photolumineszenz-Quantenausbeute von nahezu 100% erreichen. Elektro-lumineszierende Geräte auf Basis dieser Materialien können eine externe Quanteneffizienz von bis zu 23,5% und eine maximale Helligkeit von über 60.000 cd·m-2 erreichen und zeigen so großes Anwendungspotenzial. Dieser Artikel fasst die Kristallstruktur, Synthesemethoden und photophysikalischen Eigenschaften koordinativer Kupfer(I)-Halogenide zusammen und diskutiert den Forschungsfortschritt bei elektrolumineszierenden Geräten auf ihrer Basis. Abschließend bietet der Artikel eine Zusammenfassung und einen Ausblick auf Struktur, Eigenschaften und Anwendungen dieser Materialien.